Blick auf die Feier des 60-jährigen Schuljubiläums am 20.09.2025
Sehr gerne blicken wir auf unsere Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen unserer Schule zurück und bedanken uns bei allen Mitwirkenden, Gästen und dem Wettergott.
Ein besonderer Dank gilt den Hauptorganisatorinnen Frau Doncev und Frau Falk.

Es war gerade so, als hätte sich der September seinen bis dahin schönsten Tag für die Erich Kästner-Schule reserviert. Die Haupt- und Realschule am Schlesierweg feierte am Samstag bei strahlendem Sonnenschein ihr 60-jähriges Bestehen und bot ihren Gästen ein buntes Programm mit vielen unterhaltsamen und kulinarischen Angeboten.
Dafür hatten sich das Kollegium und die vielen Sponsoren, aber allen voran die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld richtig ins Zeug gelegt. „Ich habe den Schmuck zuhause selbst gebastelt, weil ich der Schule helfen wollte“, erklärte Payal aus der 6Fb von Herrn Mocigemba. Sie hatte ihren Stand unmittelbar vor dem Hauptgebäude – gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen und Mitschüler aus dem Jahrgang 6. Die hatten ihre selbstgebastelten Waren wie „Futterhäuschen für hungrige Vögel“, Stoffbuchstaben oder Lavendelsäckchen an Projekttagen oder im Arbeitslehre-Unterricht hergestellt. Ranja gefiel dabei die Herstellung der „Schüttelmich Schnellkugeln“ am besten, wie sie berichtete: „Weil das so schön schnell ging“.
Bevor Payal, Ranja und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ihre tollen Sachen verkaufen konnten, mussten sie aber noch etwas Geduld haben, denn für den Auftakt waren die Erwachsenen zuständig. Schulleiter Dieter Goldmann erinnerte in seiner Begrüßungsrede an die Anfänge der Erich Kästner-Schule und führte die zahlreichen Gäste, die sich im Atrium versammelt hatten, zurück ins Jahr 1965, wo sich „vor 60 Jahren Raum für das Lernen öffnete“.
Auf seine Ansprache folgte Hannah Thannhäuser-Sykala, die für das Staatliche Schulamt in Fritzlar gekommen war. Sie stellte in ihrer Rede den großen Einsatz des Kollegiums und deren „Herzblut“ in den Mittelpunkt, ehe Bürgermeister Dr. Nico Ritz die letzte der drei Reden hielt. Herr Ritz betonte die „positive Unruhe“ an der Schule, die sich in den vergangenen Jahren insbesondere durch die baulichen Veränderungen gezeigt hätte. Frau Doncev und Frau Falk vom Organisationsteam bedankten sich anschließend bei den Sponsoren, die das Schulfest erst möglich gemacht hatten, und kündigten unter großem Applaus den Hauptact des Tages an, das „African Royal Ballet Djiby Kouyate“. Dabei handelt es sich um eine Tanz- und Showgruppe aus Mali, die aus Straßenkindern besteht und die während ihrer dreimonatigen Sommerferien durch Europa tourt.

Und das African Royal Ballet Djiby Kouyate heizte der Menge so richtig ein. Bis dahin waren die Menschen im Atrium gute Zuhörerinnen und Zuhörer gewesen, nun hielt es sie nicht mehr auf den Plätzen. Beeindruckende Tanzdarbietungen wechselten sich mit Gesangseinlagen ab, dabei zeigten die Jugendlichen aus Mali, was in ihnen und ihren bunten Kostümen steckt. „Um so gut tanzen zu können, müssen die Jugendlichen jeden Tag drei Stunden trainieren“, erklärte Loredana Blankl von der Mali-Hilfe und ergänzte: „Nur so können sie so fit sein, aber auch nur so holen wir sie dauerhaft von der Straße“. Das African Royal Ballet Djiby Kouyate ist mehr als eine Show- und Tanzgruppe, die Jugendlichen erhalten durch das Tanzen eine Zukunft. Unterstützt wurden die jungen Tänzer vom „Duo the Best“, die mit Klassikern wie Reel 2 Reals „I like to move it“ oder Tina Turners „The Best“ die Stimmung auf den Höhepunkt brachten und immer wieder die Interaktion mit dem Publikum suchten. „Was für eine tolle Atmosphäre!“, schwärmte Frau Jerosch und Dimitro aus der 10Rb bewunderte „die Arbeit, die hinter den Choreografien stecken muss“.

Nach fast einer Stunde voller tänzerischer Ekstase eröffneten Frau Doncev und Frau Falk die zahlreichen Angebote, die sich über das gesamte Schulgelände verteilten. Die interessierten Gäste konnten in einem Begegnungs-Café in Erinnerungen schwelgen oder nebenan in eine Zeitmaschine steigen und in die Geschichte der Erich Kästner-Schule eintauchen. Und da das gut gestärkt besser geht, gab es direkt am Haupteingang frischgebackene Waffeln auf die Hand.

Fotos: Doncev und Fischer
Im selben Gebäude gab es vom Handlettering (Frau Stärz) über einen Flohmarkt (Frau Herbold und die 7Hb) bis hin zur Plotterstation (Frau Heck und Frau Daum) viel mehr Angebote, als man sich vorstellen konnte. Kinderschminken, Kindertanzen, Kräutertöpfe gestalten oder dem wohl größten Renner des Tages, den Henna-Tattoos von Frau Karadag-Uzbek und Frau Sisman, selten gab es mehr Action im Hauptgebäude. Und wer es lieber sportlich mochte, konnte unmittelbar davor auf den von der 5Fa betreuten Ponys reiten oder die Angebote des Homberger Sportvereine wahrnehmen.
Vielfalt zeichnet die Erich Kästner-Schule an jedem Schultag aus, aber am vergangenen Samstag ganz besonders. Deshalb sollte sie öfter 60. Geburtstag haben, und das nicht nur, weil dann garantiert die Sonne scheint.