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Erich-Kästner Schule Homberg/Efze
Curriculum

Curriculum

Stand  März 2015

 

                                                                                                                          Curriculum für eine fächerübergreifende

                                                                                                                                                Berufsorientierung (BO)

                                                                                                            für Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule

 

Präambel

 

Die Erich Kästner-Schule mit den Bildungsgängen Haupt- und Realschule gestaltet mit diesem Curriculum zur Berufs- und Studienorientierung ihre Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler mit Einbeziehung ihrer Eltern fächerübergreifend und systematisch auf den Übergang in die Berufswelt vorzubereiten und eine Studienorientierung anzubieten. D.h. neben der Vermittlung einer soliden Allgemeinbildung liegt ein Schwerpunkt der Haupt-/und Realschule auf einer fundierten/intensiven Berufsorientierung, deren Ziel es ist, die Ausbildungsreife der Schüler sicher zu stellen. damit die Schüler/innen nach ihrem Schulabschluss eine betriebliche Ausbildung beginnen bzw. an die Fachoberschule oder in einen gymnasialen Zweig übertreten können.

Die Jugendlichen reifen zum Ende der Vorabgangsklasse und spätestens der schulischen Laufbahn zu einer entscheidungsfähigen Persönlichkeit heran, die eine ihren Kompetenzen entsprechende fundierte Berufswahlentscheidung trifft und die beruflich gestellten Anforderungen bewältigt.

Die Erich Kästner-Schule gewährleistet ab der Jahrgangsstufe 7 eine neutrale und umfassende Beratung und Begleitung über mögliche schulische und betriebliche Ausbildungsgänge und Qualifikationsmöglichkeiten und trägt dazu bei, dass die notwendigen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen für das Erreichen der Ausbildungsreife erworben werden.

Die Lernziele, Aktivitäten und Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung und zur Förderung der Ausbildungsreife sind auf die schulformspezifischen Anforderungen und die Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen abgestimmt. Sie schließen eine Auseinandersetzung mit den geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Rollenerwartungen, mit Migrationsaspekten und individuellen Lernkompetenzen ein und bereiten auf eine verantwortungsvolle Lebensplanung vor.

 

Konzept zur Berufs- und Studienorientierung

Übersicht über Unterrichtsinhalte und Angebote zur Berufsorientierung an der Erich Kästner -Schule in Homberg/Efze

Die Erich Kästner Schule ist eine Haupt und Realschule mit Förderstufe. Die Schülerinnen und Schüler[1] kommen aus dem Homberger Umland und der Stadt Homberg/Efze  an unsere Schule.

In Homberg/Efze und dessen Umland sind namhafte Handwerks- und Industriebetriebe der unterschiedlichsten Branchen angesiedelt, dementsprechend verfügt Homberg über eine vielfältige Wirtschaftsstruktur und bietet unseren Schülern so die Möglichkeit in verschiedensten Branchen Praktika zu absolvieren, um sich auf die zukünftige  Berufswelt vorzubereiten.

Logistisch gesehen ist Homberg durch die gute und schnelle Erreichbarkeit der Autobahn attraktiv und Großunternehmen wie B. Braun in Melsungen oder das VW Werk in Baunatal mit seinem OTC sind dadurch ebenfalls gut erreichbar. Auch diese Unternehmen werden von unseren Schülern für Praktika in die engere Wahl gezogen/ausgewählt.

 

Ausstattung der Fachräume:

Unsere Schule verfügt neben drei Informatik-Fachräumen, die jeweils mit 16 PC Schülerarbeitsplätzen ausgestattet sind, über gut ausgestattete Fachräume des Bereichs Arbeitslehre. Hier können den Schülern in praxisorientierten Projekten der Bereiche Metall, Holz, Hauswirtschaft und Nadelarbeit Einblicke in deren Arbeitsabläufe, -Strukturen und Grundfertigkeiten gewährt werden. Sie können hier in einem ersten Kontakt den Umgang mit Material und Werkzeugen/Maschinen erlernen/erfahren und einen Bezug zur Arbeitswelt herstellen.

 

Einbindung der Berufs- und Studienorientierung im Fach Arbeitslehre

Unsere Schüler erhalten beginnend in Klasse 7 einen ersten Einblick in den Umgang mit unterschiedlichen Werkstoffen und Materialien und handwerklichen Arbeitsweisen. Die  Schüler haben die Möglichkeit  in regelmäßigen Abständen die

 

 

verschiedenen Fachabteilungen der Arbeitslehre kennen zu lernen und sich und ihre Fähigkeiten auszuprobieren.

Sie durchlaufen während des 7. Schuljahres verschiedene Stationen im Fachbereich Arbeitslehre und können so erste Erfahrungen in den Bereichen Holz, Metall und Hauswirtschaft und Nadelarbeit sammeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einweisung in Sicherheitstechnisch relevante Maßnahmen u. a. der Umgang mit Maschinen, Arbeitsmaterialien und Werkzeugen in den Fachräumen der Arbeitslehre (Bohrmaschinen, Haushalts-  und/oder Nähmaschinenführerschein)

Ein weiterer Schwerpunkt beginnend in Klasse 7 ist das Arbeiten mit dem PC. Hier erlernen die Schüler den Umgang mit Hilfe von Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen die Eingabe und Formatierung von Texten, das Erstellen von Tabellen und Diagrammen sowie einfache Rechenoperationen durchzuführen. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist der sichere Umgang mit dem Internet. Hier werden die Schüler auf den gewissenhaften und durchdachten Umgang mit dem Internet und Handygebrauch geschult. Neben Schulveranstaltungen finden auch Schüler- und Elterninformationsabende und Workshops  zu diesem Themenschwerpunkt durch externe Experten an unserer Schule statt. Den Schülern stehen hierfür 3 Computerarbeitsräume mit je 16 Schülerarbeitsplätzen zur Verfügung.

In Klasse 8 werden die Schüler im Rahmen der Berufsorientierung auf das erste zweiwöchige Praktikum vorbereitet. Inhalte der Berufsorientierung sind neben dem Kennenlernen der unterschiedlichen Berufsfelder, das Kompetenzfeststellungsverfahren, das zu Beginn der Berufsorientierungsphase zum Einsatz kommt. Hier können die Schüler spielerisch ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten  entdecken und so zielgerichtet ihren Neigungen entsprechend ihren ersten Praktikumsplatz suchen. Das Kompetenzfeststellungsverfahren wird in allen Klassen der Haupt- und Realschule durchgeführt und findet gegen Ende der 7. bzw. zu Beginn der 8. Klasse statt.

Wir haben uns entschieden das Kompetenzfeststellungsverfahren so spät wie möglich und dennoch möglichst zeitnah zu den ersten Praktika durchzuführen, so dass die Schüler mit Hilfe des Kompetenzfeststellungsverfahrens und der anschließenden Gespräche optimal auf ihre Ausbildungsplatzsuche vorbereitet werden.

Die Schüler können durch die intensive Auseinandersetzung mit sich auf ihren ersten Kontakt mit der Arbeitswelt vorbereitet werden und in Hinblick auf ihren späteren Wunschberuf eine Entscheidung treffen, um einen für sie speziell geeigneten Praktikumsplatz zu finden.

 

 

Um auch Eltern mit in den Berufsfindungsprozess einzubeziehen, werden Schüler-/Elterninformationsabende zu Beginn der Berufsorientierungsphase durchgeführt.

In den Arbeitslehrekursen können die Schüler in kleinen Projekten in Teamarbeit in den einzelnen Aufgabenbereichen in komplexe Arbeitszusammenhänge erlernen,

eigene Produkte planen und ihre Zuverlässigkeit, Kooperations- und Teamfähigkeit erproben.

Neben der intensiven Berufsorientierung in Klasse 8 werden die Schüler anhand des Computers mit Präsentationstechniken und den allgemeinen Standards für das Erstellen wissenschaftlichen Arbeiten und der Textformatierung vertraut gemacht.

Ein weiterer Schwerpunkt in Klasse 8 ist das Technische Zeichnen. Technisches Zeichnen stellt eine Art der Vernetzung von Berufsorientierung, Mathematik und Arbeitslehre dar. Im Fach Mathematik wird u.a. das Thema Konstruktion und Flächenberechnung behandelt.

Das Fach Technisches Zeichnen kann so ergänzend und vertiefend zum Fach Mathematik den Schülern die Möglichkeit eröffnen, ihre Zeichen- und Konstruktionsfähigkeit zu vertiefen und zu ergänzen.

Hilfreich und sinnvoll ist dies auch für das Fach Arbeitslehre und Berufsorientierung. In Arbeitslehre werden u. a. die verschiedenen Facetten menschlicher Arbeit, die Veränderung der Berufe durch technische, ökologische und ökonomische Bedingungen behandelt. Hierzu gehört auch aufzuzeigen, welche Veränderungen im technischen Bereich mit seinem Einfluss auf heutige Arbeitsstrukturen in zeitgemäßer Produktion stattgefunden haben. Ebenso wie der Einfluss der Massenfertigung auf die Entwicklung technischer Produkte und der Bedeutung der Technischen Zeichnungen mit Hilfe von Computerprogrammen für die schnelle, kostengünstige und exakte Herstellung von Teilen und Produkten.

Die Schüler bekommen auch einen Einblick in die verschiedenen technischen Berufe mit deren Veränderungen von früher bis zur heutigen Zeit.

Des Weiteren werden Grundkenntnisse des Faches Technisches Zeichnen benötigt, um im praktischen Werkunterricht eigene Konstruktionszeichnungen und Beschreibungen anzufertigen. Aber auch, um befähigt zu werden, die in technischen Zeichnungen dargestellten Sachverhalte zu analysieren, beurteilen, bewerten und zu beschreiben.

Mit Hilfe des technischen Zeichnens sollen die Schüler lernen, im Fach Arbeitslehre Werkstücke in Einzel- und in Kleinserienfertigung zu planen, zu zeichnen und richtig zu bemaßen und anhand ihrer Zeichnung das Werkstück dann in Originalgröße herzustellen.

 

Das Fach Technisches Zeichnen fördert zudem die Konzentration, die Genauigkeit, die Ausdauer, die Kreativität, die räumliche Vorstellungskraft, das Denken in Ebenen und das Abstraktionsvermögen der Schüler.

 

 

Technisches Zeichnen erfordert von den Schülern exaktes Arbeiten mit Zeichengeräten und ist wichtig bei der Herstellung von Werkstücken und verlangt somit auch eine Koordination von Kopf und Hand. Hinzu kommt, dass die Schüler ihre in Mathematik erworbenen Fähigkeiten (Winkelmessungen, Parallelverschiebungen, ...)  anwenden und vertiefen können und den Fächerverbund Mathematik, Technisches Zeichnen, Arbeitslehre und Berufsorientierung erkennen.

Das räumliche Vorstellungsvermögen wird durch das Fach Technisches Zeichnen ebenso geschult, wie der Umgang mit verschiedenen Zeichengeräten und Arbeitsmaterialien.

 

Kooperation mit regionalen Betrieben

In den vergangen Jahren hat die Erich Kästner Schule gute Kontakte zu Unternehmen in der Region und darüber hinaus aufgebaut.

Seit Jahren wird an unserer Schule ein Berufsinformationstag (BIT) durchgeführt. In unserem Datenpool befinden sich 60 Unternehmen der Region, die angeschrieben werden, sich mit  ihren Ausbildungsberufen an unserer Schule vorzustellen. An diesem Tag präsentieren sich dann mehr als 30 Unternehmen unseren Schülern. Die Schüler erhalten so die Chance sich über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten  namhafter regionaler und überregionaler Betriebe zu informieren.

Experten aus den verschiedenen Unternehmen stellen an diesem Tag ihre Betriebe und Ausbildungsberufe in der Schule vor. Des Weiteren sind die Betriebe bereit, sich für Betriebsbesichtigungen, -erkundungen und - praktika zu öffnen. Dabei begrüßen wir den Besuch /Teilnahme von Auszubildenden, die lebensnah von den Anforderungen berichten und so auch eine größere Schülernähe besitzen, was auch von unseren Schülern sehr positiv eingeschätzt wird.

Die Teilnahme der Schüler der Vorabgangsklassen ermöglicht so eine frühe Kontaktaufnahme und wird von Seiten der Schule vorbereitet und begleitet.

Dadurch haben sich die Kontakte seitens der Schule zu den regional angesiedelten Betrieben intensiviert, was auch aufgrund der Teilnahme im OloV -Programm möglich wurde.

Seit einiger Zeit finden in Zusammenarbeit mit der AOK Bewerbungstrainings für Schüler der Vorabgangsklassen und Assessment  -Center für Schüler der Abgangsklassen statt und ab dem Jahr 2015 startet die Teilnahme am Projekt I am Mint.

 

 

 

Kooperation mit B.Braun (I am mint)

Ab dem Jahr 2015 wird unsere Schule am Projekt I am mint für einen Zeitraum von 3 Jahren teilnehmen. Ziel der daran teilnehmenden Unternehmen ist es, dem zunehmenden Fachkräftemangel aufgrund zurückgehender Schülerzahlen entgegenzuwirken. Durch die Kooperation mit den Schulen erhalten die Unternehmen Zugang zu interessierten und qualifizierten Schülern. Durch I am mint kann die Schule ihren Schülern ein besonderes Angebot zur Berufsorientierung anbieten.. Den Schülern wird dadurch die Möglichkeit geboten, erste Kontakte mit möglichen  MINT -Ausbildungsbetrieben zu knüpfen und die Praxis vor Ort, durch praxisbezogene Aufgabenportfolios kennenzulernen. Das Projekt bietet den Schülern mit ungefähr gleichaltrigen „Profis“(Auszubildenden) in Kontakt zu treten, dass ein aktiver Informationsaustausch stattfinden kann.. Den Schülern wird so ein realistisches Bild über die Qualifikationsanforderungen und Arbeitsplatzbedingungen gegeben. Austausch zwischen Unternehmen und Schule soll nachhaltig gefördert werden, aus diesem Grund wird da Projekt erst einmal über einen Zeitraum von drei Jahre laufen.

 

Kooperation mit der AOK

Seit 2 Jahren findet an der Erich Kästner -Schule in Kooperation mit der AOK Kassel ein professionelles Bewerbungstraining für die Vorabgangsklassen statt. Hier erhalten die Schüler Informationen und wichtige Tipps für Ihre Bewerbungen und den weiteren beruflichen Werdegang. Ein Schwerpunkt ist die intensive Vorbereitung der Schüler auf Vorstellungsgespräche und Bewerbungsverfahren.

In Einzel- und Gruppengesprächen werden die Schüler auf ein bevorstehendes Bewerbungsgespräch im Verlauf der Klasse 10 trainiert. Inhalte sind hier: Telefonate führen, Individuelle Stärken und Kenntnisse vorstellen, auf Körpersprache achten und beim Gegenüber analysieren und Tricks und Kniffe beim Bewerbungsgespräch kennen.

Die Bewerbungstrainings finden während der Schulzeit im Vormittags- und Nachmittagsbereich statt. Die Teilnahme ist verpflichtend und gilt als Schulveranstaltung.

Für die Abgangsklassen der Realschule wird gesondert die Simulation eines AC angeboten.

Seit Beginn des Jahres 2015 finden für die Vorabgangsklassen der Haupt- und Realschule zusätzlich Benimmtrainings statt.

 

 

Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit

Seit Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und unserer Schule. Die Berufsberaterin des Arbeitsamtes kommt im regelmäßigen (4 wöchigen) Turnus an die Erich Kästner -Schule und bietet Einzelberatungsgespräche für Schüler an. Hier haben die Schüler der Vorabgangs- und Abgangsklassen die Möglichkeit, sich intensiv mit ihrer eigenen, individuellen Berufsplanung auseinanderzusetzen und sich bei Bedarf Unterstützung bei der Berufsberaterin zu holen. Zu diesen Gesprächen sind immer auch die Eltern eingeladen, sofern sie dies wünschen.

Die Berufsberaterin nimmt an unseren schulinternen Informationsabenden für Schüler und Eltern teil und arbeitet intensiv mit den Lehrkräften (insbesondere den Klassenlehrern der betreffenden Schulstufe, den AL-Kollegen, dem BerEb und der Schulkoordinatorin für BO der Schule zusammen.

Die Berufsberaterin gestaltet selbst Vorträge zur Berufsorientierung  und organisiert regelmäßig (einmal im Jahr) den Besuch der Schüler im BIZ –Mobil.

Die Veranstaltungen werden im Unterricht vor- und nachbereitet und in enger Zusammenarbeit von Schulkoordination und Berufsberaterin geplant.

 

Kooperation mit dem Starthilfeausbildungsverbund

Seit mehreren Jahren arbeitet die Erich Kästner Schule eng mit dem Starthilfe Ausbildungsverbund zusammen. Die Starthilfe bietet für Schüler der achten Hauptschulklassen Berufsorientierungspraktikas (BOP) . Die Schüler gehen an einem Schultag über einen Zeitraum von 6 Monaten in das BOP und können sich in verschiedenen Berufsbereichen (Holz, Metall, Verkauf, Hauswirtschaft und GaLa -Bau) ausprobieren. Zum Abschluss des BOP wird mit den Schülern ein intensives Abschlussgespräch geführt.

Seit November 2014 bietet der Starthilfe Ausbildungsverbund zusätzlich zum BOP Angebot noch Berufsorientierung am Mittag (BOM) an. Angesprochen werden hier Hauptschüler der Abgangs- und Vorabgangsklassen. BOM findet einmal wöchentlich in der 7. und 8. Stunde statt.

 

Der Berufseinstiegsbegleiter BerEb und das Berufswahlbüro

Der Berufseinstiegsbegleiter an der Erich Kästner-Schule in Homberg/Efze unterstützt ausgewählte Schüler beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule

 

 

in berufliche Ausbildung. Der Berufseinstiegsbegleiter (BerEb) an der EKS hat im Dezember 2010 die Arbeit aufgenommen.

Die Berufseinstiegsbegleitung soll insbesondere dazu beitragen, die Chancen der

betreuten Schüler auf einen erfolgreichen Übergang in eine berufliche Ausbildung zu verbessern und diese zu stabilisieren.

 

  • Die Unterstützung beginnt in der 8. Klasse Hauptschule
  • Die Berufseinstiegsbegleitung endet in der Regel ein Jahr nach Aufnahme

       einer Ausbildung

  • Die Teilnahme ist freiwillig
  • Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt in einem fallbezogenen Auswahlgespräch

Um die Maßnahme erfolgreich gestalten zu können, arbeiten die Schule, der Berufseinstiegsbegleiter und die Agentur für Arbeit eng zusammen.

Die unterstützenden Maßnahmen der Berufsorientierung werden in der Erich Kästner-Schule u.a. im Berufswahlbüro durchgeführt. Hier (Raum 421) erreichen Sie auch den Berufseinstiegsbegleiter.

Derzeit werden in der Erich Kästner-Schule ausgewählte Schüler aus den Hauptschulklassen, Jahrgangsstufe 8 und 9, gefördert. Unterstützt wird hier die Berufsorientierung und das Bemühen um einen Ausbildungsplatz. Neben der Praktikumsbetreuung wird Bewerbungsunterstützung durchgeführt.  Einstellungstests, Vorstellungsgespräche und besonders die Akquise von Ausbildungsplätzen stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Bei Themen von allgemeinen Interessen werden die Informationen auch in der jeweiligen Klasse übermittelt. Hierbei handelt es sich z.B.  um Rollenspiele, bei denen der Ablauf von Einstellungsgesprächen, Eignungstests oder Bestandteilen von Assessment Centern geübt wird. Selbstverständlich werden Hilfestellungen für Berufsorientierung auch weiteren Schülern gewährt, wenn es die Kapazitäten erlauben.

Die Beteiligung an dem Kompetenzfeststellungsverfahren der Schule, gehört ebenfalls zurArbeit des Berufseinstiegsbegleiters.

 

Das Berufswahlbüro wurde mit finanzieller Unterstützung der IHK Kassel-Marburg aufgebaut. In diesem Raum ist auch der BerEb als Ansprechpartner angesiedelt. Der Raum liegt zentral im Hauptgebäude und ist mit Internetfähigen Computern und weiteren Arbeitsplätzen  ausgestattet, die allen Schülern an 4 Tagen in der Woche zur Verfügung stehen. Hier können sich die Schüler über Berufe, Ausbildungsplätze, Fragen rund um die Berufswahl informieren oder Online-Bewerbungen durchführen. Auch Eltern sind willkommen, die Fragen in Bezug auf die Berufsorientierung Ihrer Kinder haben. Freitags ist, in diesem Schuljahr, das Berufswahlbüro neben dem BerEb noch von der Schulkoordinatorin  für Berufs- und Studienorientierung besetzt.

 

 

Kompetenzfeststellungsverfahren

Das Kompetenzfeststellungsverfahren KomPo7 wird seit 2010 an unserer Schule durchgeführt. An dem Verfahren nehmen alle Schüler der Haupt- und Realschulklassen teil.

Das Kompetenzfeststellungsverfahren wird an mehreren Tagen in dafür geeigneten Räumen der EKS durchgeführt. Inhalte wie der Allgemeine Interessen -Struktur -Test (AISTR) und die Selbst- und Fremdeinschätzung der Schüler wird während des Arbeitslehreunterrichts bearbeitet. Die Kooperationsübungen werden dann unabhängig in den Gruppen durchgeführt. Hierzu werden die Klassen des Jahrgangs 8 in Kleingruppen eingeteilt und von Lehrkräften und eigens dafür geschultem Personal beobachtet.

Die Kooperationsübungen dienen dazu, die verschiedenen Kompetenzen der Schüler positiv hervorzuheben und ihnen so individuelle Unterstützungsmöglichkeiten zu bieten. Zum anschließendem Auswertungsgespräch sind immer auch die Elternherzlich  eingeladen. Die Gespräche finden vormittags,  nachmittags bzw. am frühen Abend statt, damit auch möglichst viele Eltern an diesen Gesprächen teilnehmen können.

 

Betriebspraktikum

Hauptschulbereich:

An der Erich Kästner -Schule finden in Kooperation mit dem Starhilfe Ausbildungsverbund ein erstes Berufsorientierungspraktikum (BOP) für die Hauptschulklassen  der Jahrgangsstufe 8 statt.

Voraussetzung für die Teilnahme am BOP ist das Kompetenzfeststellungsverfahren, das im Vorfeld an der EKS durchgeführt wird. Das Kompetenzfeststellungsverfahren findet zu Beginn der Klasse 8, nach den Sommerferien statt.

Im Zeitraum ab Ende Oktober/Anfang November findet das Berufsorientierungspraktikum beim Starthilfe Ausbildungsverbund statt. Hier werden die Schüler in Teams eingeteilt und durchlaufen über einen Zeitraum von nach den Herbstferien bis ungefähr zum Schulhalbjahresende 1mal in der Woche unterschiedliche Ausbildungsbereiche wie: Verkauf, Metall, Garten- und Landschaftsbau, Gaststättengewerbe, um nur einige Bereiche zu nennen. Hier erhalten die Schüler praktische und theoretische Einblicke in einzelne Berufsfelder.

Im anschließenden zweiwöchiges Blockpraktikum haben die Schüler die Möglichkeit, ihre im Starthilfe Ausbildungsverbund erworbenen Fähigkeiten auszubauen oder sich in einem nochmals neuen Bereich zu orientieren. Klassenlehrer und Arbeitslehrelehrer begleiten die Schüler. Zur Unterstützung, Durchführung und anschließenden Nachbereitung des Praktikums dient die erprobte schuleigene Praktikumsmappe mit standardisierten Unterlagen.

In der Abgangsklasse (Klasse 9) haben die Schüler nochmals die Möglichkeit in einem weiteren zweiwöchigen Praktikum mit ihrer eigenen Berufswahl auseinanderzusetzen.

 

Realschulbereich:

Im Realschulbereich finden nach der Durchführung von KomPo in Klassenstufe Acht ein erstes zweiwöchiges Orientierungspraktikum statt. Auch hier erhalten die Schüler zu ihrer Unterstützung, Durchführung und anschließender Nachbereitung des Praktikums eine Praktikumsmappe mit standardisierten Unterlagen.

Hinzu kommt das Anfertigen eines ausführlichen Berichts. Schüler können so ihr bereits erworbenes Wissen über Präsentationstechniken der digitalen Schultasche anwenden. Die Schüler sollen zusätzlich zum Praktikumsbericht ihre Erfahrungen im Betrieb und ihr Fazit hinsichtlich ihres angestrebten Berufswunsches in einer Präsentation darstellen und als Zielvereinbarung alles in der Praktikumsmappe zu dokumentieren. Beachtung findet der Abgleich von Erwartung und Erkenntnis sowie die weitere individuelle Berufsorientierung.

Inhalt der Präsentation sind die Ausbildungsinhalte des kennengelernten Ausbildungsberufs. Ebenso sollen Arbeitsabläufe und fachspezifische Tätigkeiten sowie das Unternehmen selbst dargestellt werden.

Im Anschluss an das Praktikum in Klasse acht findet ein weiteres, diesmal dreiwöchiges Betriebspraktikum in der Vorabgangsklasse statt. Die Schüler können sich in dieser Phase noch einmal intensiv ausprobieren.

 

Elternarbeit in der Berufsorientierung

An der Erich Kästner -Schule finden frühzeitig, ab Klasse 7 themenorientierte Elterninformationsveranstaltungen in Bezug auf das Kompetenzfeststellungsverfahren, den Berufswahlpass, Praktika, Beratungshilfen seitens der Schule und Betriebserkundungen statt. Informationen über den Girls-/Boys-Day und deren Einflechtung in den Unterricht erfolgt über die Klassenlehrer in Stufe 5 und 6.

Die Elternarbeit im Bereich Hauptschule gestaltet sich eher schwierig. Im Augenblick wird an einem Konzept gearbeitet, um auch Eltern in schwierigen beruflichen Situationen (Schichtarbeit, Zeitarbeit und Arbeitslosigkeit) und/oder problematischen Familienverhältnissen in die berufliche Orientierung ihrer Kinder stärker einzubeziehen. Da die Erziehungsarbeit oft nur von einem alleinerziehenden

 

 


 

[1] Im nachfolgenden Text wird nicht mehr von Schülerinnen und Schülern gesprochen, sondern immer die männliche Form der Schreibweise Schüler verwendet.